(Shari im Februar 2026)
Seid gegrüßt, meine Lieben,
hier spricht Anathea.
Shari bat mich aufgrund vermehrter Anfragen um eine Botschaft zu einem für die Menschheit heiklen Thema. Und ich sage bewusst „für die Menschheit“, denn wahrlich ist dieses Thema für andere
Zivilisationen in den Weiten der Schöpfung alles andere als heikel.
Es geht um das Thema des Suizids und wie es wirklich um die Seelen bestellt ist, die ihre Inkarnation freiwillig vorzeitig verlassen.
Und ich habe diese Worte mit Bedacht so gewählt, denn der bei euch gängige Begriff „sich das Leben zu nehmen“ ist nicht korrekt, denn Leben währt ewig und es ist in Wahrheit nicht möglich, sich
das Leben zu nehmen.
„Was Gott geschenkt hat, darf der Mensch nicht wegwerfen“, so oder so ähnlich lautet es in vielen eurer Religionen. Und nicht nur das – es wird sogar damit gedroht, dass Gott all jene schrecklich
dafür leiden lassen wird, die das Geschenk des Lebens nicht ehren und es vorzeitig beenden.
Oh, wie grausam dieser Gott doch sein muss, von dem man euch erzählte, wenn man bedenkt, dass ein Mensch, der sich dazu entscheidet, seinem Leben auf der Erde ein Ende zu setzen, bereits großes
Leid ertragen hat, welches ihn überhaupt zu diesem großen Schritt bewegte.
Und so frage ich dich:
Willst du wirklich an einen Gott glauben, der seine leidenden Kinder mit noch mehr Leid bestraft? Und wie passt dies zusammen, wenn Gott doch Liebe ist?
Nun, vermutlich bist du bereits längst zu dem Schluss gekommen, dass die Lehre der Kirche oder anderer Religionen keine Lehre der Liebe ist, sonst wärst du heute nicht hier und würdest meiner
Botschaft lauschen oder diese lesen.
Aber was ist mit dem Ansatz des spirituellen Glaubenskonzepts, welches besagt, dass ein Weglaufen vor den Prüfungen deiner Inkarnation nicht möglich ist und dass sich die Seele unweigerlich mit
all den Problemen auf der anderen Seite wiederfindet?
Ja, und nicht nur das – sie ist sogar dazu verdammt, erneut unter ähnlichen Umständen zu inkarnieren!
Die meisten von euch würden jetzt sagen: „Ja, Anathea, das ist genau das, woran ich heute glaube.“
Doch ist dem wirklich so?
Die Antwort ist nicht einfach ja oder nein, denn es gibt viele Komponenten und Umstände, die bestimmen, was ein Selbstmörder nach seinem Tod erlebt.
Nehmen wir zum Beispiel vergangene Kulturen: Japan, das antike Rom, Griechenland oder auch Indien – in vielen dieser Länder war Selbstmord einst unter gewissen Umständen gesellschaftlich
anerkannt.
Auch gab es Völker wie zum Beispiel die Inuit, bei denen Alte und Kranke freiwillig ihre Körper aufgaben, um der Gemeinschaft keine weitere Belastung zu sein.
Es gab rituellen Selbstmord ebenso wie Selbstmord aus Verzweiflung. Oft wurde der Weg, das irdische Leben vorzeitig hinter sich zu lassen, dann getroffen, wenn der Körper bereits krank war und
eine Heilung ausgeschlossen erschien.
Und wahrlich – die Seele bereute nichts, und es erwartete sie in diesem Fall auch keinerlei Leid, sondern ausschließlich Freude und Erlösung auf der anderen Seite.
Doch wann ist es anders?
Nun – zumeist dann, wenn ein Selbstmord ein Weglaufen vor den Herausforderungen des Lebens selbst ist. Herausforderungen, denen sich die Seele vor ihrer Inkarnation stellen wollte, um etwas
bestimmtes für sich zu erfahren.
Allerdings erwartet sie selbst dann kein unsägliches Leid auf der anderen Seite. Aber nur dann, wenn sie bereit ist, sich selbst zu vergeben, sobald sie erkennt, dass sie an ihrem einstigen
Vorhaben gescheitert ist.
In solch einem Fall sind liebevolle Helfer sofort zur Stelle, um die betroffene Seele an einen Ort der Erholung zu führen, an welchem sie sich ausruhen kann, um – wenn sie bereit ist – einen
weiteren Versuch zu starten.
Vorausgesetzt, sie möchte dies, denn niemand wird dazu gezwungen, die Erderfahrung zu Ende zu führen.
Dennoch möchte ich anmerken, ist es in den meisten Fällen tatsächlich so, dass die Seele auf die Erde zurückkehren wird, denn der Mensch ist sich nur in den seltensten Fällen der Pläne der Seele
bewusst.
Ja, du magst sagen: „Das habe ich mir mit Gewissheit so nicht ausgesucht“, und aus der Sicht deiner menschlichen Erfahrung hast du damit auch Recht.
Doch für die Seele gibt es kein Gut oder Schlecht, sondern nur den Wunsch nach Entwicklung, während der göttliche Funke in dir wiederum nur die Erfahrung wünscht – nicht mehr und nicht
weniger.
So, wann aber kommt es zu Leid nach dem bewussten Beenden einer Inkarnation?
Meist dann, wenn der Mensch in einem stark depressiven Zustand stirbt, aus dem er nach dem Verlassen dieses Körpers nicht direkt herauskommt.
Dies geschieht meist dann, wenn der Mensch sich in dem Bewusstsein befindet, nur sein physischer Körper zu sein.
Oft bemerkt er dann nicht, dass er längst gestorben ist, und verweilt in der Angst, der Wut oder der Trauer, in der er sich zum Zeitpunkt seiner Tat befunden hat, was ihn leider unweigerlich in
niedrige Astralebenen befördert.
Dort kann es eine Zeit lang dauern, bis seine lichtvollen Helfer ihn erreichen, um ihn aus diesem Zustand zu befreien.
Stirbt der Mensch allerdings in dem Glauben, auf der anderen Seite auf eine bessere Welt zu treffen, so wird auch dieser Glaube erfüllt, selbst wenn die Seele danach mitunter feststellen kann,
dass ihr Ziel nicht erreicht wurde und sie, um dieses zu erreichen, erneut eine Inkarnation anstreben müsste.
Ein weiterer Faktor für eine negative Erfahrung nach einem Suizid kann das Erkennen des Leids sein, das man seinen Liebsten angetan hat.
Oft ist der Schock über die große Trauer und den Schmerz, den man verursacht hat, so groß, dass die Seele an einen Ort der Selbstbestrafung gezogen wird.
Auch dort kann es eine gewisse Zeit dauern, bis die geistigen Helfer die Seele erreichen und ihr helfen, sich selbst zu vergeben.
Doch auch hier ist es nicht Gott, der uns bestraft. Zumindest nicht direkt. Denn
wir SIND nicht von Gott getrennt und wer sich selbst bestraft, wird gewissermaßen von Gott bestraft, aber nicht auf die Art und Weise wie die Weltreligionen es lehren.
Wie ihr also seht, ist Suizid eine Angelegenheit, die äußerst komplex ist und die man nicht mit einfachen Regeln erklären kann.
In immer mehr Ländern wird aktuell der selbstbestimmte Suizid legalisiert, sodass Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, die Gelegenheit erhalten, ihr Leben in Würde selbst zu
beenden, bevor sie langsam und mit unsäglichen Schmerzen sterben.
Dies ist tatsächlich ein Segen für alle Betroffenen sowie ihre Angehörigen.
Gott hat niemals vorgesehen, dass seine Schöpfung unnötig leidet.
Alles Leid, das auf der Erde zu finden ist, wurde vom Menschen erschaffen, der den göttlichen Funken in sich trägt. Gott bot nur die Möglichkeit dazu.
Und so bot Gott auch die Möglichkeit, ein Leben, das nur noch Leid und Schmerz beinhaltet, vorzeitig zu beenden, denn das Ende des Lebens ist eine Illusion. Gott ist Leben und Leben ist
unendlich.
Und doch – bist du gerade traurig? Hast du Kummer, aber dennoch einen gesunden Körper?
Dann erlaube mir folgenden Rat zu geben:
Gib nicht vorzeitig auf!
Es gibt einen Grund, warum du hier als Mensch inkarniert bist. Deine Seele wollte etwas für sich erkennen.
Leid ist in Wahrheit nur dann notwendig, wenn du all die anderen Wege der Erkenntnis nicht erkannt und ergriffen hast. Doch du kannst es jederzeit ändern.
Als Mensch kennen die wenigsten den Plan ihrer Seele – ja selbst die, die behaupten, diesen zu kennen, liegen nur allzu oft falsch, vor allem dann, wenn sie Leid erfahren.
Denn wer seinen Seelenplan wahrhaftig erkannt hat, weiß auch, wie er diesen frei von Leiden gehen kann.
Doch wenn dein Körper eines Tages aufgibt, du alt, müde oder krank bist und du weißt, dass die Zeit, weiter zu lernen und zu wachsen auf der Erde, abgelaufen ist, dann wisse, dass ein
freiwilliges Verlassen des Körpers keinerlei negative Konsequenzen hat.
In Wahrheit ist dies sogar ohne jegliche Hilfe möglich, denn haben euch nicht schon viele auf der Erde lebende Meister gezeigt, dass es möglich ist, bewusst zu sterben, indem sie sich einfach
hinlegten und den Körper verließen?
In hochentwickelten Zivilisationen jenseits der Erde ist dies sogar die einzige Art, sein Leben zu beenden. Sterben ist stets eine bewusste Entscheidung.
Daher gibt es diese Diskussion rund um das Thema Suizid überhaupt nicht, da dass Aufgeben des Körpers stets ein freiwilliger Akt ist.
Für die Menschheit ist der Tod das große Unbekannte – das große Mysterium und auch die größte Angst.
Doch in Wahrheit ist es nicht mehr als das Ablegen eines Kleidungsstückes am Ende des Tages.
In Liebe
Anathea
© Shari D. Kovacs
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