° Zur aktuellen Zeitqualität: Oktober 2018 °
(Sai am 21. Oktober 2018)


Wir befinden uns in einer Phase in der wir nun die Gelegenheit haben Bestehendes auf tiefen Ebenen zu prüfen und zu klären, auch um uns innerlich von dem zu befreien was nicht länger in Übereinstimmung mit unserem Sein ist.
Natürlich bedarf es dafür auch Vertrauen, denn nur dadurch wagen wir es auch weiterzugehen und alte Geschichten hinter uns zu lassen.
Diese Zeitqualität unterstützt uns dabei Klarheit darüber erlangen zu können, was uns wirklich und von Herzen wichtig ist.
Es ist wichtig, dass wir uns erlauben wirklich hinzuhören und dem Ruf unseres Herzens zu folgen.
Es geht dabei um nicht weniger als um unsere wahren Herzensangelegenheiten, um das was uns wirklich Herzen liegt und unserem Sein nahe ist.
Daher befinden uns auch weiterhin in einem Prozess der geistigen Schulung, in der wir mehr und mehr unsere Konditionierungen, Muster und Programme erkennen lernen, denn nur da wo wir unser geistiges Gefängnis erkennen, kann durch dieses Gewahrwerden, das gleichsam Licht ist, auch Raum für Neues entstehen und nur da wo Raum ist, kann auch unsere Seele ankommen, aufatmen und sein.
Raum ist Grundvoraussetzung für Harmonie und angemessene Reaktionen - nur wo Raum ist kann auch wirkende, harmonieschaffende Intelligenz sein.
Das Bedfürnis nach Raum übersetzt sich in dieser Ebene oftmals als das Bedürfnis nach „mehr Zeit haben“ und doch herrscht in dieser „Realitätsmatrix“ das Gesetz „Zeit ist Geld“, daher fühlen viele auch einen immensen Druck, um sich irgendwie Zeit zu verschaffen.
Nur wer Geld hat, hat auch Zeit und dadurch Raum, so die Schlussfolgerung.
Es ist nicht zu leugnen, dass Geld auch Freiraum schaffen kann, doch solange wir Vergnügen mit wirklicher Lebensfreude verwechseln, werden wir auch niemals angemessen mit Geld und der damit „gewonnenen Zeit“ umgehen können, da die gefühlte innere Leere nur durch die Wiederverbindung mit dem Wirklichen und Unermesslichen erlöst werden kann.
Wenn wir jedoch in dieser Gedankenmatrix gefangen sind, ist das Resultat davon ständiges Kämpfen um Zeit, um dadurch gleichsam Raum haben zu können.
Wir fühlen intuitiv, dass Seele Raum braucht, doch solange wir diesen Raum in der Linearität suchen und in die Zukunft verlagern, laufen wir wie der Esel der Karotte an der Angel hinterher und befinden uns in einem ständigen Bemühen und Ringen um Zeit.
Unsere Geisteshaltung bestimmt unsere Erfahurng und nur der achtsame Geist kann im Moment sein.
Daher ist es wichtig, wesentlich und essentiell, dass wir lernen wirklich im Moment zu sein, nur im Moment ist wirklicher Raum und Neu-Schöpfung möglich.
Dieser Moment ist die einzige Wirklichkeit und alles das was ist - in Ihm sind Klang und Stille zugleich und nur aus dem Moment heraus können wir auch diese Realitätsmatrix transzendieren.
Solange wir versuchen über die Gesetze der Realität uns mit dem Wirklichen zu verbinden, anstatt im Moment zu sein und den Moment auf die Realität wirken zu lassen, befinden wir uns in einem Art Matrixgefängnis, aus dem es keinen Ausweg gibt.
Stille ist daher Grundvoraussetzung um die erlebte Realität neu zu gestalten.
Stille ist lebendige Ruhe und Bewegung zugleich, nicht Starre.
Es findet daher auch eine geistige Neuausrichtung und Umstrukturierung statt, die eine Art Umkehrung unserer Wahrnehmung bewirkt, denn nur dadurch sind wir mehr und mehr in der Lage dem Leben und bestehenden Herausforderungen adäquat zu antworten.
Zum einen sind wir auf tiefen Ebenen immer noch dazu konditioniert in Gegenteile zu denken, was unweigerlich Konflikt schafft oder wir versuchen uns über das Begrenzte hin zum Unbegrenzten zu bewegen, was ebenso nicht möglich ist.
Zudem ist das mechanische Weltbild wissenschaftlich widerlegt und doch versuchen wir in vielen Bereichen immer noch mechanisch dem Leben zu begegnen oder mechanisch auf bestehende persönliche oder kollektiven Herausforderungen zu antworten, dies ist unsere Konditionierung.
Wir sehen nun immer klarer, dass dies nicht funktioniert und in Wahrheit noch nie funktionierte.
Leben lässt sich nicht berechnen, nicht ermessen, nicht einteilen und nicht begrenzen.
Nur wenn wir die Natur des Geistes verstehen lernen und dadurch Ordnung in unserem Haus schaffen, kann auch die Seele wirklich einziehen, sich wohl fühlen und schöpferisch wirken.
Alles das was uns wirklich am Herzen liegt, möchte nun klarer gesehen werden.
Wir sind dazu aufgerufen Prioritäten zu setzen.
Prioritäten zu setzen bedeutet im eigentlichen Sinn etwas Vorrang zu geben, es bedeutet nicht dafür anderes völlig auszuschließen.
Nur das was uns wirklich am Herzen liegt, kann auch die schöpferische Kraft entwickeln die es braucht, um unser Leben in neue Bahnen zu lenken, doch dafür müssen wir zuhören und in wirklicher Berührung mit uns und dem Leben sein - mit allen unseren Sinnen.
Wir alle sind „sinnliche Wesen“ und über eine ganzheitliche Wahrnehmung können wir auch das Leben umfassender wahrnehmen und verstehen lernen.
Es ist daher auch sehr zu empfehlen, unsere Sinne wieder bewusst zu „aktivieren“.
Hören, Schmecken, Riechen, Spüren, Sehen, Fühlen.
Denken wird stets Denken sein,es lässt sich nicht abschalten, nicht kontrollieren und auch nicht unterdrücken, jedoch kann Klarheit in unser Denken Einzug halten, je weniger wir daran anhaften oder es kontrollieren wollen.
Diese Nicht-Anhaftung ist eine täglich neue Übung, es gibt keinen "End-Zustand".
Derzeit werden auch verdrängte Herzenswünsche wach, die wir uns lange verwehrt haben oder nicht zugestehen konnten.
Daher können derzeit auch verstärkt Symptome im Bereich des Herzens und auch der Atmung wahrnehmbar sein - dies kann sich wie ein Anklopfen der wahren Herzenwünsche anfühlen und zum Teil auch schmerzhaft sein.
Dieses „Anklopfen“ kann auch Ängste wachrufen, bei denen wir geglaubt haben sie nicht mehr fühlen zu müssen, doch geht es auch darum gerade diesen Ängsten neu zu begegnen – fürsorglich, liebevoll, achtsam.
Diese Ängste werden unter anderem auch durch sogenannte „Verbotsprogramme“ ausgelöst.
Verbote die wir uns selbst aus einem Irrtum heraus auferlegt haben, auch übernommene traditionelle, gesellschaftliche oder moralische Normen und Werte können mit diesen Verbotsprogrammen verbunden sein.
Wir alle wissen, dass Ängste nicht durch rationale Erklärungen verschwinden, sondern indem wir auch Ihnen den Raum lassen, den sie benötigen um sich von selbst wieder zu beruhigen.
Raum lassen bedeutet nicht fahrlässig zu sein, sondern achtsam zu beobachten und aufmerksam zu sein.
Nur wenn wir wirklich aufmerksam und wachsam sind, halten wir gleichsam das „kalte Feuer der Ängste“ im Zaum und können uns sodann wieder dem nährenden, wärmenden Feuer der Seele zuwenden.
Solange wir mit unseren Konditionierungen zu tun haben, können immer wieder auch Ängste auftauchen, es wird auch immer wieder passieren, dass wir geistig an etwas anhaften oder „niedrige Emotionen“ wie Neid, Eifersucht und Groll in unserem Bewusstsein auftauchen.
Je mehr wir auch dafür wirkliche Verantwortung übernehmen, uns über diese Geistesgifte und deren Auswirkungen wirklich gewahr sind, desto weniger können diese Emotionen Wurzeln schlagen.
Wir sollten zudem nicht verurteilen was und wie wir einst gelebt haben, doch uns nun ganz bewusst auf die tieferen Ebenen unseres Seins einlassen, so dass auch das Alte in Liebe hingegeben werden kann.
Wir alle unterlagen Täuschungen und nicht immer haben wir andere fair oder gerecht behandelt, doch können wir unsere Vergangenheit nur verändern, indem wir im Hier und Jetzt einen anderen, neuen Weg gehen und bereit sind uns und anderen zu vergeben.
Wir alle sind Teil des einen Organimus, niemand ist dabei wichtiger, wertvoller oder größer als ein anderer und niemand besitzt Wahrheit.
Dies können wir in seiner Wirklichkeit jedoch nur erfassen, indem wir wirklich in Verbindung mit dem Leben sind.
Daraus entsteht eine vollkommen neue Wahrnehmung und eine vollkommen andere Art und Weise dem Leben zu begegnen.
Wir können nicht auf jeder Bühne des Lebens der tanzende Star sein, doch in unserem Leben die Hauptrolle spielen, wenn wir uns innerlich darüber klar werden, was unserem Sein wirklich nahe ist, wer wir wirklich sind, was wir wirklich leben wollen, was unserer wahren Natur entspricht.
Dazu bedarf es auch, dass wir uns von kreierten oder auch auferlegten Idealen frei machen und lernen uns, anderen und dem Leben zuzuhören.
In dieser Zeit der Informationsüberflutung und bewussten Ablenkungsversuchen ist es immer wichtiger, dass wir lernen bei uns zu sein, mit uns in Kontakt und Berührung zu sein, so dass wir auch unsere Empfindungen bewusst wahrnehmen können.
Nur dadurch sind wir auch in der Lage zu erkennen, wie das Leben zu uns spricht.
Der Atem, die bewusste Körperwahrnemung, unsere Sinne und das Wahrnehmen unserer Empfindungen sind essentiell, um wirklich bei uns sein zu können.
Das Leben möchte uns an unsere wahre Verbindung wiedererinnern.
Spirituelle Konzepte, Systeme oder Anleitungen können hier sehr hinderlich sein, da sie oftmals eine Diskrepanz zu unserem wahren, natürlichen Wesen schaffen.
Unser wahres Wesen lernt niemals durch Vorgaben, sondern durch gegenwärtiges, aufmerksames Wahrnehmen dessen was ist und wie es ist.
Ideen, Konzepte, Systeme können niemals der lebendigen, beweglichen, sich stetig veränderlichen Natur des Lebens gerecht werden – dafür bedarf es einen achtsamen, gegenwärtigen, flexiblen Geist, nur so können wir im Moment adäquat auf das Leben antworten – selbstverantwortlich sein.
Alle unsere Ideale, seien es nun sogenannte spirituelle oder weltliche Ideale, schaffen Diskrepanz zwischen dem was ist und scheinbar sein sollte und damit Konflikt.
Es ist Teil unserer Konditionierung zu glauben, dass wir uns nur durch ein Ideal verwirklichen können, dass nur wenn wir eine höchste Vision haben, auch in der Lage sind einen Antrieb zu haben.
Wenn wir jedoch lernen der Natur wieder zuzuhören, können wir einen völlig anderen, neuen Weg gehen, einen Weg der nicht länger das beständige Bestreben nach mehr, besser, höher, weiter in sich trägt und doch durch Besinnung in wirklicher Fülle stattfindet und die Träume der Seele wiedererweckt.
Nur durch Meditation ist es uns möglich aus diesem Wahnsinn auszusteigen und mit unserer wahren Natur in Kontakt zu sein, aus der heraus alles geschieht und getan wird.
Meditation bedeutet nicht nichts zu tun, sondern dem Leben auf eine neue, aufmerksame Weise zu begegnen und stetig über das Leben zu lernen, um dadurch zu Einsicht und Verstehen zu gelangen.
Meditation ist ein lebendiger Prozess, der nicht von unserem alltäglichen Leben getrennt ist.
In Meditation gibt es kein Bewerten und keine Verurteilung des Wahrgenommenen, sondern nur das Sehen dessen was ist, wie es ist und wie es sich verhält, selbst wenn dies unser urteilbehaftetes Denken betrifft.
Einsicht ist nichts anderes als „die wahren Verhältnisse des Lebens“ und unsere natürliche Beziehung zum Leben wiederzuerkennen und dadurch zu wirklichem Verstehen zu gelangen.
Einsicht und Verstehen sind stets aktuell und basieren niemals auf analytischer Schlussfolgerung.
Es ist nichts was wir ansammeln oder für schlechte Zeiten aufbewahren könnten.
Wirkliches Verstehen wird immer wieder neu geboren, es kann sich jedoch mehr und mehr vertiefen und zu einer gelebten Tatsache werden.
Alles steht mit allem in Beziehung und in gegenseitiger Wechselwirkung zueinander – wir können nicht nicht in Beziehung sein, doch so wie das Wetter niemals durch einen analytischen Vorgang über einen längeren Zeitraum vorausberechenbar ist, so verhält es sich auch mit dem Leben, das stets beweglich und veränderlich ist.
Leben ist mehr als seine vermeintlichen Bestandteile.
Der Beobachter beeinflusst zudem das Beobachtete, daher ist es essentiell wie wir uns dem Tatsächlichen widmen, ob wir das überhaupt tun oder ob wir davor flüchten.
Wirkliches Prüfen kann dabei nur durch verfeinerte Beobachtung geschehen.
Prüfen beinhaltet niemals Verdammung des vermeintliche „Falschen“, sondern das Erkennen dessen was "rechtmäßig und unrechtmäßig" ist, im Sinne von was den „wahren Verhältnissen“ entspricht und damit im Einklang mit dem Kosmos ist.
Im Erkennen des Tatsächlichen bewegen wir uns zurück auf unseren wahren Platz im Leben und sind gleichsam auf natürliche Weise schöpferisch.
In diesem Erkennen findet Erblühen statt und in diesem im Erblühen erwacht der Traum der Seele auf vollkommen natürliche Weise, ohne dass wir dafür ein vorgestelltes Ideal benötigen.
Genauso wie eine Blume auch wieder Ihre Blüten schließt, unterliegt auch Bewusstsein natürlichen Zyklen und so können wir nicht ununterbrochen „bewusst sein“, jedoch die „unbewussten Phasen“ dazu nutzen um über uns, unsere Beziehungen und das Leben zu lernen.
Da wo wir uns wirkliches Nicht-Wissen erlauben, können wir auch wirklich lernen, unsere Wahrnehnmung verfeinern und Verstehen vertiefen.
Indem wir uns immer wieder auf das Einfache und Wesentliche besinnen, kann wirkliches Lernen stattfinden und Erblühen immer wieder neu geschehen.
Nur über und durch das Einfache und Wesentliche können wir auch das Komplexe verstehen lernen, nicht indem wir mit dem "Komplizierten" beginnen.
Mögen wir lernen dem Leben neu zu begegnen, unserem Sein wirkliche Priorität schenken und das hinter uns lassen, was nicht länger in Übereinstimmung ist.

 

Habt eine gesegnete Zeit und eine gute Reise!

Herzliche Grüße,

Thomas – Sai













 





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© T. Saumweber
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