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(Sai am 20.November 2018)


Der November führt uns zurück in unsere Tiefen und dies verlangt auch einiges an Vertrauen, da wir dabei das Gefühl haben können den Halt den wir ansonsten gewohnt sind, zu verlieren.
Es ist eine Zeit in der wir immer wieder das Gefühl haben können auf uns allein gestellt zu sein und doch ist genau dies eine Gelegenheit um in ein neues Frei-Sein eintreten und eine tiefere Verbindung zum Leben und unserer Umwelt entwickeln zu können.
Wirkliches allein sein hat nichts mit Einsameit oder Isolation zu tun, sondern bedeutet im eigentlichen Sinn unbeeinflusst von traditionellen, kulturellen und gesellschaftlichen Normen und frei von psychologischen Abhängigkeiten zu sein.
Dafür ist es jedoch notwendig, dass wir unsere Prägungen und Konditionierungen sehen.
Wir bedürfen Beziehungen um uns selbst kennenzulernen und wachsen zu können, solange wir jedoch unser Selbstwertgefühl oder unser Wahrgenommen sein von anderen abhängig machen, sind wir psychologisch abhängig.
Es geht nicht darum diese Art der Abhängigkeit zu verurteilen, sondern die damit verbundenen Implikationen zu sehen, so dass wirkliches Verstehen Einzug halten kann.
Jede Art von psychologischer Abhängigkeit ist stets mit einem Gefühl des gebunden seins verbunden und möchte zudem das besitzen, was ihm oder ihr eine Form der vermeintlichen Sicherheit schenkt.
Daraus resultieren oftmals Besitzansprüche oder es werden unausgesprochene Verträge geschlossen und eine Form der Schein-Nähe kreiert, um unerfüllte Bedürfnisse zu befriedigen und vermeintlich sicher zu sein, was jedoch nur zu weiteren Verstrickungen führt, da dies niemals ohne Eltern-Projektionen einhergehen kann.
Es geht nicht darum vollkommen frei von Projektionen zu sein, sondern uns Ihrer gewahr zu sein, um sie mehr und mehr ablegen und hinter uns lassen zu können.
Freiheit ist nicht das Gegenteil von Abhängigkeit, sondern ensteht durch das Sehen und Verstehen unserer Abhängigkeiten, die vielerlei Formen annehmen kann.
Dies ist jedoch nur möglich, wenn wir lernen unvoreingenommen auf das zu schauen was ist und wie wir sind.
Solange wir Abhängigkeit verurteilen, sind wir im Widerstand und sehen nicht was tatsächlich ist.
Psychologische Abhängigkeit ist etwas anderes als die natürlich bedingte Abhängigkeit in der wir uns stets auch bewegen.
Psychologische Abhängigkeit ist mit dem sogenannten „ inneren, verlassenen Kind“ verbunden, für das wir keine Verantwortung übernehmen wollen.
Es ist dieses „Kind“ das sich einsam, getrennt und isoliert fühlt und Sicherheit im Außen sucht.

Nur wenn wir in der Lage sind diese Gefühlen anzunehmen und die Botschaft des "inneren Kindes" zu hören, können wir im geistig-seelischen Sinne wirklich erwachsen werden.
Dafür ist es jedoch notwendig, dass wir auch damit verbundene Widerstände erkennen.
Widerstände dienen auch als Schutzeinrichtung und zur Vermeidung bestimmter Situationen und Gefühle, die wir nicht mehr fühlen wollen.
Widerstand tritt da ein, wo wir etwas ablehnen oder auch an etwas festhalten.
Es sind unsere Schlussfolgerungen und Trugschlüsse über uns und das Leben, die zu diesen Ablehnungen oder zum Festhalten führen und auch unsere Realitätswahrnehmung sehr stark färben.
Diesen Schlussfolgerungen, Trugschlüssen und damit verbundenen Glaubenssätzen können wir nicht durch eine weitere Analyse gewahr werden, sondern indem wir uns, unsere Beziehungen und unser Leben unvoreingenommen betrachten und darüber lernen, täglich neu.
Nur im Sehen des Tatsächlichen liegt keinerlei Widerstand und dies impliziert auch das Sehen dessen wie wir wirklich sind mit all unseren Abhängigkeiten und Widerständen.
Das Festhalten geht sehr oft mit dem Wunsch nach Wiederholung einher.
Oftmals glauben wir, dass wir am „Ufer des Flußes“ sicher sind, dass wir dort Halt und Sicherheit finden und erkennen nicht, wie wir uns dadurch vom Fluß des Lebens abschneiden.
Ob es sich dabei um einen bestimmen Menschen, bestimmte einst erlebte Gefühle oder Erfahrungen, Ideen und Vorstellungen oder materielle Dinge handelt, es ist stets derselbe Vorgang.
Solange wir jedoch nach Wiederholung streben, verneinen wir das was ist und trennen uns selbst von der Fülle des Lebens.
Das Suchen nach Sicherheit ist deshalb derart existenziell, da der Geist eine Form der Sicherheit bedarf um klar und folgerichtig denken zu können, doch verirrt sich der Geist dabei oftmals in dem Verlangen nach „der einen Sicherheit“ und der damit verbundenen vermeintlichen Kontinuität, anstatt in der freien, achtsamen, beweglichen Beobachtung und Wahrnehmung zu sein.
Je mehr wir jedoch aktuell und tatsächlich erkennen, dass nichts bleibt wie es ist, dass Leben nichts statisches ist, desto mehr können wir uns auch vertrauensvoll dem Fluß des Lebens hingeben und eine neue Art von „sicher sein“ erfahren.
Dieses sicher sein ist wo Stille und Bewegung zugleich sind.
Diese Art von „sicher sein“ gründet sich nicht auf einem Konstrukt oder einer bestimmten Idee, sondern geht mit der Fähigkeit einher dem Leben zu begegnen wie es ist, sein lassen zu können was ist und die stete „Veränderungen der Wolken am Himmel“ zu beobachten.
Nur durch eine stille Wasseroberfläche spiegelt sich der Himmel wider.
In den Tiefen unseres Seins sind wir auf uns gestellt, oftmals wollen wir das nicht wahrhaben und kreieren uns dadurch alle möglichen Illusionen um vor dieser Tatsache zu flüchten.
Illusionen sind nichts anderes als eine Form geistiger Abstraktion von Tatsachen und stets ein Mittel zur Flucht vor dem was ist.
Liebe bedarf jedoch keines Glaubens um wirklich zu sein und die Liebe die einen Glauben bedarf, ist nicht wirklich.
Wir müssen uns nicht gedanklich anstrengen um eine Form der Zuversicht zu entwickeln, sondern vielmehr lernen uns immer wieder neu auf den Fluß des Lebens einzulassen, in dem sich diese Qualitäten ganz natürlich durch ein „genährt sein“ einstellen.
Dieses „genährt sein“ ist die Grundlage von „sicher sein“ und aus diesem genährt sein offenbaren sich auch unsere ureigenen Seins-Qualitäten, damit verbundene Fähigkeiten und Potentiale.
Für einige wird es in diesem Prozess daher auch darum gehen die Beziehung zu Ihren Eltern und Ahnen nochmals näher zu betrachten und zu klären, insbesondere wenn das Gefühl nicht genug genährt zu sein, vorherrscht.
Der November möchte uns zudem in die„Frischheit des Geistes“ zurückführen, aus der heraus wir täglich neu auf uns, unsere Beziehungen und das Leben schauen können, um so zu wirklicher Einsicht gelangen zu können.
Es geht nicht darum Mauern einzureißen, sondern über unsere Widerstände zu lernen und dies geht nur wenn wir Ihnen wertfrei begegnen.
Da wo wir über etwas urteilen, hören wir auf zu lernen.
Widerstandslosigkeit ist nicht das vorgestellte Gegenteil von Widerstand, sondern tritt durch wirkliches Sehen, Erkennen und Verstehen unserer Widerstände ein.
Dieses Sehen, Erkennen und Verstehen kann nur im Moment stattfinden.
Zudem befinden sich sehr viele gerade in einem Art Umstrukturierungsprozess, der zum Teil auch etwas anstrengend für den Körper sein kann.
Die Seele und die wahren Herzenswünsche möchten gehört werden.
In diesem Hinhören liegt bereits der erste Schritt hin zu Veränderung und Wandlung.
Wie wir dies wahrnehmen ist für jeden individuell.
Es kann mit dem Gefühl einhergehen, dass der Kosmos direkt zu uns spricht, dass wir besondere Tierbegegnungen haben oder auch unser Herz wieder stärker wahrnehmen.
Impulse möchten wahrgenommen und gehört sein.
Die Schöpfung spricht mit jedem auf seine einzigartige Weise, es gibt hier und kein richtig und falsch, sondern nur die Grundlage der achtsamen Wahrnehmung im Moment aus der heraus wir auch unser Selbst-Verstehen vertiefen.
Wirkliches Verstehen basiert niemals auf einer Vorgabe, sondern kann nur da geschehen wo wir selbst hinschauen, selbst über das lernen was ist und dadurch das erkennen was unserem freien Ausdruck im Wege steht.
Unsere Wahrheit erkennen wir stets daran, dass sie von nichts und niemandem abhängig ist, außer von der Quelle selbst und da wo wir in dieser wirklichen und ursprünglichen Verbindung sind, sind wir auch mit allen anderen verbunden.

 

Habt noch einen gesegneten November.

Herzliche Grüße,

Thomas – Sai




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© T. Saumweber
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