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(Sai am 27.Juni 2018)

In dieser Zeit erleben Viele von uns größere Umbrüche oder auch plötzliche Überraschungen die unser Vertrauen fordern und letztendlich auch unser Ur-Vertrauen in das Leben stärken wollen, dies kann auch mit spübaren Existenzängsten einhergehen.
Existenzangst ist stets mit einem Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht verbunden, im eigentlichen Sinn jedoch werden dabei unsere selbstauferlegten Grenzen berührt, wir kommen an unsere Grenzen um diese letztendlich zu erkennen, zu verstehen und darüber hinauszuwachsen.
Solange wir gegen Grenzen ankämpfen, anstatt sie wahrzunehmen, zu erkennen und zu verstehen, versuchen wir im eigentlichen Sinn mit dem Kopf durch die Wand zu gehen und bleiben dabei sprichwörtlich immer wieder stecken.
Erst wenn wir lernen unsere selbstauferlegten Grenzen wertfrei und umfassend zu erkennen, anstatt sie als falsch oder schlecht zu beurteilen und einen Kampf gegen das vermeintlich Falsche zu initiieren, können Grenzen transzendiert werden.
Immer dann wenn wir etwas als falsch bewerten, trennen wir uns von der Möglichkeit darüber zu lernen.
Die Dinge sind wie sie sind.
Zudem können wir mit Grenzen nur dann gesund umgehen, wenn wir unterscheiden lernen was wir verändern können und was nicht, worüber wir Macht haben und worüber nicht.
Stets liegt es in unserer Macht in welcher Geisteshaltung wir den Dingen begegnen, ob wir das was uns begegnet als Lerneinrichtung sehen oder uns zum Opfer der Umstände degradieren.
Ganz so wie eine zarte Pflanze den Straßenbeton durchbricht, ohne sich selbst zu verletzen, gilt es auch für uns dieser dynamischen, nicht aufhaltbaren Kraft des Lebens in uns Raum und Vertrauen zu schenken.
Wachstum und Befreiung geschieht durch Selbsterkenntnis, daher ist es essentiell zu lernen wie man den Dingen begegnet, um erkennen zu können.
Wir werden in dieser Welt immer wieder auf Grenzen stoßen und haben auch zu lernen, wie wir Widerständen begegnen, anstatt Mauern ein für alle Mal einreißen zu wollen.
Es geht vielmehr darum einen flexiblen, beweglichen Geist zu entwickeln, anstatt endgültig in einem bestimmten Zustand ankommen zu wollen, was nichts anderes als Nicht-Bewegung und Starre ist.
Nichts bleibt wie es ist, alles befindet sich in Veränderung, Bewegung und Wandlung.
Erst wenn wir lernen mit der Bewegung des Lebens selbst zu sein und nicht an Erscheinungen, Zuständen oder Erfahrungen festhalten, können wir gleichsam auch in der innehärenten Ruhe und Stille der Bewegung sein.
Natürlich bedarf dies auch Geduld mit uns selbst, Ausdauer und eines Verfeinerungsprozesses.
Wir erkennen dabei immer klarer, dass wir ein ungetrennter Teil der Natur sind und alles was wir dem Netz des Lebens antun, auch uns selbst antun.
Dieses Erkennen kann sich in diesen Tagen etwas überwältigend anfühlen, da wir intuitiv das Maß der Verantwortung erkennen und spüren, dass wir zu lernen haben, was es wirklich bedeutet verantwortlich zu sein.
Verantwortlich können wir nur sein, indem wir uns selbst, dem Leben und den darin bestehenden Beziehungen zuhören.
Unsere Beziehunhgen zeigen uns sehr deutlich wie wir wirklich sind, jedoch geht es auch darum wirklich freundlich sanftmütig und mitfühlend auf das zu schauen was ist.
Solange wir Verantwortung mit eiserner Diszplin und Härte verwechseln, sind wir gar nicht in der Lage die Dinge klar zu sehen und umfassend zu verstehen.
Nur wo Mitgefühl ist, kann auch Verantwortung sein.
Wir erkennen nun immer klarer, dass uns im Grunde nichts gehört, weder eine Wahrheit, noch etwas Materielles oder ein uns nahestehender Mensch und doch ist dieses „Frei-Werden von Besitz“ im geistigen Sinn genau das was Raum schafft, intelligentes Handeln und wahre Verbundenheit fördert.
Dies bedeutet nicht, dass wir uns nicht am Materiellen erfreuen dürfen, sondern dass wir lernen nicht daran festzuhalten.
Nur im „Nicht-Besitzen“ erwacht wahre Verbundenheit und Nähe, gleichsam sind wir dadurch mit unserer Seele und dem Beseelten aller Dinge in lebendiger Berührung.
Unsere Seele weiß wohin der Weg geht, unser Geist ist dafür verantwortlich auf die Weisheit der Seele zu hören und die daraus geborenen Impulse absichtsvoll umzusetzen.
Das Wissen der Seele muss nicht immer in einer lichtvollen, klar ersichtlichen Vision aufsteigen, sondern kann auch einem grundlegenden, inneren Gefühl entspringen, das keinerlei Benennung bedarf.
Nur ein Geist der gelernt hat still zu sein, kann auch wirklich zuhören und wahrnehmen.
Erst wenn wir uns selbst kennenlernen, können wir auch erfassen wie die Dinge für uns funktionieren, wie wir wahrnehmen und erst dadurch kann wahre Selbstbestimmung sein.
In diesem Zuhören und aufmerksam sein findet auch eine gegenseitige Wechselwirkung zwischen Geist und Seele statt, von dem „beide“ profitieren und sich gegenseitg unterstützen, ganz so wie ein liebendes Paar sich wirkliche Aufmerksamkeit schenkt, voneinander lernt und gemeinsam wächst.
Wir erkennen zudem immer klarer was unsere Seele nährt und ebenso was unterdrückend und eindämmend wirkt.
Eindämmend wirken allen voran übernommene Ansichten, „Wahrheiten“, Theorien, Philosophien, Weltbilder und Überzeugungen, die nicht aus unserem eigenen Verstehen geboren sind oder nicht im Einklang mit unserer Seele sind.
Die Seele möchte sich selbst, Ihr Universum, Ihren Zugang und Ihre Magie entdecken, verstehen und erweitern.
Erst wenn der Geist frei von Übernommenem ist, kann das wahre Individuelle in Erscheinung treten und wahre Verbundenheit mit anderen stattfinden.
Daher müssen wir sehr achtsam sein was wir in unseren Geist lassen und mit was wir unseren Geist nähren, da auch Fremdes Wurzeln schlagen kann.
Selbst die edelsten Wahrheiten wirken trübend, wenn sie nicht aus dem eigenen Verstehen geboren sind.
Zudem zeigt sich derzeit auch eine Klärung des Kollektivgedächtnisses bezüglich der Themen der Schuld.
Da wo wir uns schuldig fühlen, sind wir nicht in der Lage vorwärtszukommen, sondern beharren unbewusst auf das Alte und glauben uns durch Kampf und Konflikt davon lösen zu können, was jedoch nur die Schuldgefühle bestärkt.
Hier müssen wir lernen sehr achtsam zu sein, um nicht auf die „Falle des schuldbehafteten Geist“ hereinzufallen, der uns immer wieder von unserer programmierten Schuld überzeugen will.
Unbewusst erwarten wir dabei oftmals gar Bestrafung und fürchten uns dadurch vor der Zukunft.
Auch wenn wir im morphogenetischen Sinn eine Fortsetzung unserer Ahnen sind, sind wir nicht verantwortlich für das was hinter uns liegt, sondern dafür was vor uns liegt.
Die Zukunft kann sich jedoch nicht ändern, wenn wir am Vergangenen festhalten.
Wir sollten daher gut darauf achten, wo wir aufgrund bestehender Schuldgefühle noch an alten Situationen anhaften und diese bewusst auflösen, um in ein neues, freies Feld eintreten zu können.
Hierbei kann auch ein Clearing sehr hilfreich sein.
Unverarbeitete Prozesse sind für unser System sehr belastend und auch Stressfaktoren, daher ist die Verarbeitung von Vergangenem essentiell, um wirklich frei sein zu können.
Wir können das was war nur dadurch verändern können, indem wir uns im Hier und Jetzt von Schuld befreien, uns selbst und andere vergeben und unsere Einsichten in eine gelebte Form bringen.
Dies kann in manchen Fällen auch ein klärenes Gespräch mit sich bringen, um bestehende Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, in den meisten Fällen jedoch geht es wirklich darum das Alte und Schwere gänzlich hinter uns zu lassen.
Es ist dabei ebenso wichtig, dass wir nun auch mitfühlend mit uns selbst sind.
Der Welt ist nicht gedient, wenn wir mit uns im Gericht und im Krieg sind.
Das System ist stets auch ein Spiegel für Kollektivdynamiken die sich am Leben erhalten wollen und besteht daher stets auch auf Schuld - dies können wir im Einzelnen nicht ändern, jedoch steht es in unserer Macht wie wir damit umgehen und dadurch auch neue Samen im Kollektiv säen.
Wir müssen lernen geschickt mit der bestehenden Realitäts-Matrix und darin installierten Programme umzugehen.
Dies geschieht nicht durch Verleugnung dessen was ist, sondern durch Hinschauen und das Verstehen unserer eigenen Konditonierungen.
Wir wurden konditioniert Autoritäten zu folgen und suchen darin oftmals noch Sicherheit, anstatt mit unserer Seele in Verbindung zu sein und aus dieser Verbundenheit heraus zu handeln.
Es ist sicher nichts falsches oder schlechtes daran einen guten Rat anzunehmen, sofern wir die Wahrheit darin spüren und wissen, dass uns damit gedient ist.
Wenn wir jedoch auf der Suche nach einer Autorität sind, die uns unsere Verantwortung abnimmt und das sind wir unbewusst oftmals noch, suchen wir im eigentlichen Sinn Abhängigkeit und lassen uns dabei selbst im Stich.
Es geht nun darum erwachsen zu werden, Verantwortung zu übernehmen und den Tatsachen in die Augen zu schauen.
Wir bewegen uns in einer Welt in der es stets auch polare Kräfte geben wird und in dem es Kräfte gibt die Leid für Gier und Macht befürworten.
Wenn wir versuchen dies im Großen und Globalen zu verändern, anstatt bei uns und in unseren Beziehungen zu beginnen, kann sich dies sehr überfordernd und erdrückend anfühlen.
Auch wir tragen Gier, Neid, Verblendung und Machtstreben in uns und es liegt an uns diese Muster zu erkennen und mehr und mehr hinter uns zu lassen, auch um wirklich selbstbestimmt sein zu können.
Selbsbestimmt sein ist die Voraussetzung für das Gefühl der wahren Freude.
Wir stimmen uns selbst, schwingen uns wieder auf unsere wahren Qualitäten ein, indem wir uns von auferlegten Programmen befreien, indem wir zuhören und wirkliche Stille zulassen.
Nur da wo Stille ist, kann auch der Klang der Seele klar erklingen und können unsere Erkenntnisse tief sein.
Stille bedeutet nicht Unbeweglichkeit, sondern trägt ebenso Dynamik in sich, Ruhe und Bewegung bedingen einander.
Es liegt an uns wie wir mit dem was ist umgehen, niemals an den Umständen selbst.
Wie wir damit umgehen liegt in unserer Verantwortung und wie wir darauf antworten bestimmt unsere Zukunft und formt unsere Welt.
Mögen wir selbst zur gelebten Antwort werden die eine bessere Zukunft schafft, das Lebensbejahende leben und das Destruktive bewusst von uns weisen.

Eine gesegnete Zeit Euch Allen,

Sai





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© T. Saumweber
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