° 4. Das Prinzip von Ursache und Wirkung°

(Shari im Oktober 2017)

 

 

Gruppentermine für die Ferninitiation sind:
09.11. und 12.11 von 19Uhr- ca.20Uhr (danach auch einzeln nachholbar)

 

 

„Jede Ursache hat ihre Wirkung, jede Wirkung ihre Ursache; alles geschieht gesetzmäßig, Zufall ist nur der Name für ein unbekanntes Gesetz.

Es gibt viele Ebenen der Ursächlichkeit, aber nichts entgeht dem Gesetz.“

 

Das Prinzip von Ursache und Wirkung wird oft mit dem Prinzip des Rhythmus verwechselt, beziehungsweise gleichgesetzt. Viele erklären das Gesetz von Ursache und Wirkung mit dem im Gesetz des Rhythmus erwähnten Pendel. Die Ursache wäre demnach das Anstoßen des Pendels, die Wirkung das Zurückschwingen.

Doch das Gesetz von Ursache und Wirkung ist weiterführender, als eine einfache Bewegung in die eine und dann wieder in die entgegen gesetzte

Richtung.

Es bezieht sich vielmehr auf die Abfolge von Ereignissen, wie Glieder in einer Kette. So ist das Anstoßen des Pendels nicht die eigentliche Ursache, sondern führt zurück auf die Frage, warum und vom wem das Pendel angestoßen wird.

Wer ist diese Person und was ist die Ursache dafür, dass diese Person genau zu jenem Zeitpunkt das Pendel anstößt?

Und ist die Antwort auf jene Frage wirklich die Ursache?

Denn bei näherem Betrachten ist diese ebenso nur ein Ereignis, welches aus einer Ursache geboren wurde, die bei genauerem Betrachten nun die Ursache eines anderen Ereignisses darstellt.

Genauso könnte man in Bezug auf das Pendel vorgehen und sich nach der Ursache fragen, warum das Pendel zu jenem Zeitpunkt an genau diesem Platz hängt, von dem aus es angestoßen wurde und auch hier lässt sich eine unendliche Kette an Ereignissen zurückverfolgen.

So ergibt stets eine Ursache eine Wirkung, welche sogleich darauf wieder zur Ursache einer neuen Wirkung wird.

Wie ein Baum verzweigt sich das Gesetz von Ursache und Wirkung oder so wie wir 2 Eltern haben, 4 Großeltern, 8 Urgroßeltern und so weiter…

Beim Prinzip von Ursache und Wirkung handelt es sich also um Geschehnisse (keine Dinge) und kein Geschehnis erschafft ein anderes (gegenüberliegendes Geschehnis), sondern ist Teil von Ereignissen, die wie Glieder einer Kette aneinander gereiht sind.

 

Jeder Gedanke, jede Handlung, die wir vollbringen, haben ihre direkten und indirekten Wirkungen, die in die große Kette von Ursachen und Wirkungen hineinpassen!

 

Dem Prinzip von Ursache und Wirkung nach gibt es also keinen Zufall!

Nun, den meisten Lesern dieses Artikels erzähle ich damit sicherlich nichts Neues, doch ist dieses Prinzip nicht ausschließlich spiritueller Natur.

Auch in der Wissenschaft (ursprünglich der Meteorologie) lässt sich hier der sogenannte „Schmetterlingseffekt“ finden, der vielen unter der Aussage, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien, einen Tornado in Texas auslösen kann, bekannt ist.

Ebenso in der Astronomie ist bekannt, dass wenn mehr als zwei Himmelskörper gravitativ aneinander gebunden sind, minimale Änderungen der Ausgangssituation im Laufe der Zeit zu großen nichtvorhersagbaren Änderungen der Bahnen und Positionen führen können.

Im eigentlichen Sinne besagt das Wort „Zu-fall“ bloß, dass uns etwas zu-fällt.

Die Hermetiker vergleichen dies mit dem Fallen eines Würfels, wobei uns das Ergebnis als zufällig erscheinen mag. Jedoch gibt es viele Komponenten, die das gewürfelte Ergebnis bestimmen, wie zum Beispiel Muskelspannung, Schwung des Wurfes, Lage des Würfels und so weiter. Es ist auch hier eine Kette an Ereignissen zu finden, welche, könnten wir sie berechnen und vorausplanen, uns durchaus die Macht darüber verleihen würden, das gewünschte Ergebnis gezielt zu würfeln.

Doch gibt es neben dem physikalischen (niederen Ursachen) auch noch höhere Ebenen von Ursache und Wirkung.

Wenn wir bei dem Beispiel mit dem Würfel bleiben und davon ausgehen, dass es sich bei dem Würfelspiel um ein Spiel handelt, bei dem eine hohe Summe an Geld zu gewinnen ist, so wäre so eine höhere Ursache dem Seelenplan und/oder Karma des Spielers zuzuordnen. Demnach könnte sich der Spieler selbst dann den höheren Ursachen nicht entziehen, wenn er das Prinzip der Muskelspannung, Lage des Würfels und Schwungs verstanden und beherrschen würde. Denn laut den Hermetikern gibt es nicht nur mehrere Ebenen von Ursachen und Wirkungen, sondern werden die niederen stets von den höheren Ebenen beherrscht.

Entsprechen also die höheren Ursachen nicht den niederen, würde unserem Spieler jener Wurf dennoch wie per „Zufall“ misslingen, selbst wenn er einen Weg gefunden hätte, die niederen Ursachen zu beherrschen und nach seinen Wünschen den Fall des Würfels zu beeinflussen.

So scheint es als würde der Zufall erneut siegen, doch ist Zufall den Hermetikern nach einfach nur eine Bezeichnung für eine nicht bekannte Ursache, denn wie könnte etwas außerhalb des All(em was da ist) mitsamt den kosmischen Gesetzen einfach so willkürlich existieren?

 

In meiner Arbeit mit Reinkarnation und Karma, lässt sich die Komplexität jenes Prinzips sehr gut erkennen. Die meisten Menschen, die sich entweder garnicht oder nur oberflächlich mit Karma beschäftigen, verstehen Karma in erster Linie aus dem Blickwinkel des Gesetzes des Rhythmus. Demnach wird jeder, der in einer früheren Inkarnation vergewaltigt und gemordet hat, in einer späteren Inkarnation ebenfalls vergewaltigt und ermordet werden.

Dies mag zwar sein, doch ist dem nicht genüge getan. Um die Ereigniskette dessen was man getan hat zu verstehen, braucht es da etwas mehr.

So lässt sich erkennen, dass die Seele oft selbst in die Ahnenreihe eines ehemaligen Opfers inkarniert. Damit kann sie die Auswirkungen der einstigen Tat auf einer noch viel komplexeren Ebene begreifen.
In der Reinkarnationsforschung, deren Begründer Ian Stevenson ist und in der hauptsächlich die Erinnerungen an vergangene Inkarnation von Kinder herangezogen werden, lässt sich beobachten, dass viele Kinder davon berichten, als ihr eigener Großvater oder ihre Urgroßmutter gelebt haben. Dem Gesetz von Ursache und Wirkung nach erfährt die Seele so direkt die Auswirkungen ihrer Taten.
Handelte es sich zum Beispiel um den eigenen Großvater der ein tyrannischer Vater gewesen ist, so erfährt man nun als Enkelkind die Auswirkung der eigenen Erziehung anhand des neuen Elternteils, welches das einstige Kind gewesen ist.
Dies muss nicht zwingend bedeutend, dass nun auch diese Person als Elternteil tyrannische Züge aufweist. Die Auswirkungen der einstigen Erziehung durch den Vater können den Umständen entsprechend (der anderen Ursachen) viele verschiedene Züge annehmen.

Es ist also karmisch nicht zwingend so, dass der tyrannische Vater selbst als Kind eines tyrannischen Vaters wieder geboren wird, sondern auf eine andere Art und Weise die Ursachen seines einstigen Handelns erfährt. Zum Beispiel durch einen Vater, der nun kaum Selbstbewusstsein und kein Durchsetzungsvermögen aufweist.  

 

Die Frage der Fragen die sich aus dem Gesetz von Ursache und Wirkung immer wieder ergibt, ist die nach dem vermeintlich freien Willen.
Haben wir nun wirklich einen freien Willen oder sind wir bloß Sklaven einer Ereigniskette?

Das Gesetz der Polarität lehrt hier, dass beide Antworten gleichsam richtig wie falsch sind.

„Umso weiter man sich zum Mittelpunkt der Quelle bewegt, umso größer die Freiheit!“,

so die Hermetiker.

Doch gerade die Menschen die noch am tiefsten schlafen und somit am weitesten von jenem Mittelpunkt entfernt sind, sind meist besonders fest davon überzeug einen freien Willen zu haben.

Doch die Frage hier ist:

„Woher kommt dieses Wollen?

Woher entspringt das was sie/was wir wollen und was ihnen/uns gefällt und oder missfällt?“

 

Und genau darum geht es nun in unserem 6. Fernkurs zu den hermetischen Prinzipien.

Ein Bewegen hin zu dem höheren Willen unserer Seele und weg von den niederen Wünschen, Ängsten, Vorlieben und Abneigungen unseres menschlichen Egos. Dazu müssen wir all unsere Vorlieben, unsere Abneigung in einem tieferen Verständnis betrachten.

Können wir die Ereigniskette zurückverfolgen? Entsprechen jene Wünsche und Bedürfnisse die uns antreiben dem höheren Willen uns zum Mittelpunkt der Quelle zu bewegen?

Denn laut den Hermetikern ist der Mensch keine blinde Marionette der kosmischen Gesetze, sondern er kann die Gesetze dazu benutzen, die Gesetze selbst zu überwinden, so dass der höhere Will stets über die niederen obsiegt.
Wer sich geistig zu den höheren Ebenen bewegt und als Meister Stimmungen, Charakter und Eigenschaften der Persönlichkeit beherrscht, wird zum Spieler statt zu einer Spielfigur, bis er schließlich selbst die Ursache wird, anstatt von den Wirkungen scheinbar willkürlich hin und hergeworfen zu werden.

 

Und so lasst uns gemeinsam in diesem Fernkurs die wahren Ursachen hinter dem was wir sind und wie wir das Leben sehen ein wenig genauer betrachten.

Allen voran die weniger offensichtlichen. Denn oft verstecken sich gerade hinter den vermeintlich spirituellen Bestrebungen, Wünsche des menschlichen Egos.

Dies ist nicht zwingend schlecht oder „verboten“. Vielmehr geht es um die Bewusstheit darüber, die uns verhilft, sich der höheren Perspektive gewahr zu werden und somit vermeintliche Fehlschläge auf den niederen Ebenen zu verstehen, daraus zu wachsen und zu lernen, sowie sie schließlich zu vermeiden, anstatt darunter zu leiden und von ihnen willkürlich gelenkt zu werden.

 

 

Wir freuen uns auf diese gemeinsame Arbeit!

In Liebe

Shari und Sai

 

 

 

» weiter zur Anmeldung

 

» über die hermetischen Prinzipien

 

 

 

© Shari D. Kovacs
Es ist unter den folgenden Bedingungen erlaubt, diesen Text zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich aufzuführen:
Die Autoren sind namentlich zu kennzeichnen ( http://www.sternenkraft.at ), in der Art, wie sie sich selbst als Verfasser gekennzeichnet haben. Der Inhalt darf nicht bearbeitet oder in anderer Weise verändert werden. Im Falle einer Verbreitung muss den Lesern/Hörern die Lizenzbedingungen, unter denen dieser Inhalt fällt, mitgeteilt werden. Jede dieser Bedingungen kann nach schriftlicher Einwilligung der Autoren/Rechtsinhabern aufgehoben werden