Gedanken zur Zeit
Thomas am 4.September 2019


Immer deutlicher wird die Krise in der wir uns befinden fühlbar und sichtbar.
Wir können nicht länger wegschauen und doch fühlen sich auch Viele aufgrund der globalen Ereignisse überfordert, hilflos oder gar ohnmächtig.

Eine Krise lässt sich niemals halbherzig bewältigen, sondern fordert unser ganzes Wesen.
Nur da wo wir mit unserem ganzen Wesen dabei sind, können wir wirkliche Veränderung bewirken.

Eine Krise fordert uns im eigentlichen Sinn auf eine Situation neu zu bewerten und zu einer neuen Entscheidung bezüglich eines Problems zu gelangen.
Solange wir dabei unsere Herangehensweise „Probleme zu lösen“ nicht gänzlich in Frage stellen, versuchen wir immer noch über den alten Weg Probleme zu lösen, was offensichtlich nicht funktioniert.

Krisen erfordern die Auseinandersetzung mit dem Tatsächlichen.

Der bisherige Lösungsansatz um ein Problem zu lösen, basiert stets auf dem Mechanismus ein neues, besseres„Ideal-Modell“ zu kreieren und dem Versuch diesem „Modell“ gerecht zu werden, anstatt die Ursachen des Problems an sich zu verstehen.


Dieser Ansatz funktioniert in einem mechanischen-technologischen Kontext, indem man beispielsweise mittels Vision, Forschung und Wissenschaft einen Motor, Computer oder Architektur verbessert.
In Bezug auf das Leben und unsere Beziehungen ist dies jedoch genau das was nicht funktioniert.

Es wird dabei übersehen was bereits wissenschaftlich belegt ist, dass wir nicht in einem mechanischen Universum, sondern in einem lebendigen Universum zuhause sind.
Etwas das lebendig ist lässt sich nicht in Schablonen pressen und danach ausrichten, wie „gut und schön“ die Schablone auch aussehen mag und gemeint ist.
Daher bedarf es für wirkliche Harmonie in einem globalen Sinn eine andere Herangehensweise.

Das aufmerksam machen auf die Missstände hat natürlich seine Wichtigkeit, trägt jedoch an sich noch keine Lösung in sich.

Es mag so scheinen, dass Empörung zur Wandlung beiträgt, doch handelt es sich dabei um eine eher oberflächliche Reaktion auf die gegebenenen Umstände.
Sich gegen Ungerechtigkeit aufzulehnen ist letztendlich nichts anderes als eine „Reaktion im selben Feld“ und daher in seiner Wirkung eben sehr begrenzt.

Freiheit hingegen ist keine Reaktion, sondern erblüht durch umfassendes, ganzheitliches Verstehen des Problems selbst.

So wie auch unser Immunsystem „Krankheiten studiert“ um adäquat darauf antworten zu können, so bedarf es dieses Studium auch im Geistigen.
Daher muss der Geist sich selbst verstehen lernen und erkennen wie er dazu neigt Konflikt zu erzeugen.
Solange wir nicht integer leben, tragen wir zur Korruptheit dieser Welt bei.
Wir leben nicht integer, solange wir Konflikte, Widersprüchlichkeiten und Zerissenheit in uns tragen.


Unsere Geisteshaltung ist unser Schicksal und nur in wirklicher Selbstbestimmung kann wahre Freude erblühen.

Selbstbestimmung geht auch stets mit Übereinstimmung einher – in Übereinstimmung mit dem zu sein, was durch uns gelebt werden möchte.
Gut „eingestimmt“ zu sein meint dabei auch energetisch mit den Frequenzebenen verbunden zu sein, die uns unterstützen und im Einklang mit uns sind.

Auch das Prüfen der „eigenen“ Bestrebungen ist dabei ebenso unerlässlich.

Sich selbst zu verwirklichen“ mag sich schön anhören und einem gewissen „spirituellen Trend“ folgen, doch wird dabei oftmals übersehen, dass die damit einhergehenden „eigenen Bestrebungen" nichts anderes als ein aufpolierter Konkurrenzkampf im Namen der „Liebe, Individualität und Freiheit“ sind und zur Trennung beitragen.

Verwirklichung“ oder besser gesagt Entfaltung und Erblühen ist nichts was durch Anstrengung, Kampf und Gegeneinander geschieht, sondern indem wir das erkennen was zwischen uns und dem Wirklichen steht und dazu gehören allen voran egozentrische „Ich-Bestrebungen“, die sich natürlich auch sehr gut tarnen können.

Nur das Wirkliche bringt das Sein zum erblühen.

Solange wir uns vergleichen, konkurrieren wir und erzeugen in uns Konflikt.
Sich selbst zu vergleichen, bedeutet sich selbst herabzusetzen.
Es spielt in letzter Konsequenz keine Rolle, ob wir uns durch Vergleich minderwertiger oder besser als andere fühlen, stets ist es ein Zustand innerer Zwietracht und dabei gilt zu bedenken:

Wir erschaffen die Welt die unserem Seinszustand entspricht und nicht das was wir uns an der Oberfläche unseres Denkens gerne für die Welt wünschen.

Daher sind wir in jeder Hinsicht zur Achtsamkeit und genauem Prüfen aufgerufen.
Es geht nicht darum perfekt zu sein - „Perfekt“ bedeutet im eigentlichen Sinn „abgeschlossen und vollendet sein“ und dies ist das was der Lebensprozess von dem wir alle Teil sind, nicht ist.


Leben ist ein fortschreitender Prozess, stets in Bewegung und Veränderlichkeit begriffen.

Die „Grundkonstante“ mag das Wirkliche an sich sein, doch um diesem nahe zu sein, bedarf es einen Geist der fähig ist im Moment mit dem Veränderlichen zu sein.
Nur in dieser Geisteshaltung können wir wirklich selbstbestimmt sein und Bestehendes prüfen.

Thomas - Sai

 

Ihr Lieben,

 

noch etwas Persönliches:
Nach einer Phase der Re-Evaluierung und Überarbeitung, ist meine Seite saira.at in neuem Gewand wieder online.
Ich freue mich sehr über Euren Besuch auf meiner Seite und wenn Ihr mögt natürlich auch über ein Feedback.

Herzliche Grüße und eine gute Zeit,

Thomas

 

 

© Thomas Tobias Saumweber

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