Gedanken zur Zeit
Thomas am 8.Mai 2019


Mehr denn je sind wir dazu aufgerufen uns von „übernommenen Wahrheiten“ frei zu machen, denn nur dadurch beginnen wir selbst hinzuschauen, selbst über das Leben zu lernen und können den Impulsen folgen die uns aus der inneren Führung heraus erreichen wollen.

 

Solange wir uns an Weisheiten anderer orientieren, bewegen wir uns aus unserem eigenen Erleben und hören auf zu lernen.

 

Nur im unmittelbaren Erleben und in Verbindung mit unserem eigenen Empfinden können wir zu dieser Art des Erkennens und der Einsicht gelangen die von wirklichem Wert ist.
Nur das was wir aus uns heraus erkennen hat wirklichen Einfluss auf unser Leben und bewirkt wirkliche Veränderung.

Es besteht eine gewisse Gefahr darin sich mit Weisheitslehren, Philosophien, „neuzeitliche Lehren“ oder Religionen zu befassen, da wir uns sehr leicht selbst täuschen und hinter´s Licht führen können, in dem Glauben wir hätten wirklich erkannt.

 

Der einzige Indikator für wirkliches Erkennen das von Niemandem im Außen verifiziert werden kann, ist eine grundlegende Veränderung in unsere Wahrnehmung und unserem Erleben hin zu mehr Harmonie und Verstehen, selbst wenn dies „nur“ in sehr verfeinerten Nuancen geschieht.

Alles andere hingegen sind Selbsttäuschungen, die wir unbewusst oftmals auch als Fluchtmittel oder zur Kompensation einsetzen.

Nur in der unmittelbaren Begegnung mit dem Leben sind wir auch in Kontakt, Kommunikation und Berührung mit dem Ursprünglichen und nur durch diese Art der Beziehung zum Wirklichen können wir innerlich unabhängig sein.

Unsere Sinne sind die Brücke hin zum Ursprünglichen.

Indem wir wieder lernen bewusst zu hören, schmecken, sehen, riechen, tasten und fühlen treten wir in die unmittelbare Beziehung zum Leben ein.
Im harmonischen Zusammenspiel all unserer Sinne öffnet sich das Tor hin zum Ursprünglichen.

 

Derzeit sind wir ebenso dazu aufgerufen uns von überholten Vorstellungen und Überzeugungen frei zu machen.
Oftmals haben wir uns unbewusst auf einen „Plan“ festgelegt, von dem wir glauben, dass es dem „göttlichen Plan“ für uns entspricht.
Diese Art von Festlegung ist jedoch nichts anderes als eine Form von Fixierung.

 

Was glauben wir erreichen zu müssen?
Was glauben wir verwirklichen zu müssen?
Was glauben wir sein zu müssen?

 

Es sind diese Art von selbstauferlegten Vorgaben die unsere Wahrnehmungen sehr einschränken und uns im eigentlichen Sinn engstirnig machen.
All das Enge wird derzeit sehr an die Oberfläche unseres Bewusstseins gedrängt.
An einen fixen Plan zu glauben kann das Bewusstsein nur einschränken.
Leben ist lebendig, beweglich, veränderlich, dynamisch.
Indem wir uns zurück in den Fluß des Lebens bewegen, lassen wir das Leben geschehen wie es im Moment ist und erst dadurch kann das erblühen was im Moment gelebt sein will.

 

Es gibt nichts zu wissen was im Moment nicht präsent wäre.

 

Das Wesentliche ist einfach und in diesem Moment ist alles was wir benötigen, so wie im Samen bereits der Baum schlummert.
Es liegt an uns ob wir gute Gärtner sind.
Auf uns selbst zu achten bedeutet auf diesen Moment zu achten, Sinneseindrücke wahrzunehmen ohne daran anzuhaften, das Kommen und Gehen jeden Momentes zuzulassen.
Das Anhaften an Sinneseindrücken kann zudem ein Hinweis auf nicht verarbeitete Traumata sein, das sich immer wieder innerlich zu wiederholen scheint.

 

Immer dann wenn wir an Sinneseindrücken anhaften beginnen wir gleichsam Geschichten zu schreiben, was uns mitunter große Probleme bereiten kann, wenn wir diese Geschichten für wahr halten.
Wir verlieren dadurch das Wesentliche aus den Augen und hören auf in Verbindung mit uns, der Umwelt und dem Leben zu sein.

 

Wir haben zudem die Gewohnheit „gute und schöne Erfahrungen“ festhalten und wiederholen zu wollen und „schlechte Erfahrungen“ zu verdrängen und vermeiden zu wollen.
Bereits diese Gewohnheit zu sehen, hilft uns diese Gewohnheit loszulassen und uns auf den Moment einzulassen.

In diesem Moment ist die Ewigkeit und nur wenn wir auf diesen Moment achten, achten wir das Leben.
Nur in diesem Moment können wir uns selbst verstehen und unsere Gedankenmuster, Reaktionen, Gefühle, Bedürfnisse erkennen, um darüber hinaus zu gelangen.
Nur in diesem Moment sind wir in der Lage adäquat auf die Herausforderungen des Lebens zu antworten und dadurch wahrhaft selbstverantwortlich zu sein.

Erkenntnisse von gestern sind nicht die Antwort auf Herausforderungen von heute.

Nur aus dem Moment heraus kann wirklich Neues entstehen.
Es liegt an uns diese Kunst zu erlernen im Moment und gleichsam mit dem Wandel zu sein.
Erst dadurch wirken wir wirklich kreativ und hören auf die Vergangenheit zu wiederholen.
Wandel hat es stets gegeben und wird es auch weiterhin geben.

Mit dem Wandel sein zu können ist Ausdruck von Intelligenz.

 

Thomas - Sai

 

© Thomas Tobias Saumweber

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