Gedanken zur Zeit
Thomas am 3.Juli 2019

 

Leben ist Wandlung, Bewegung und stetige Erneuerung.
Für viele von uns finden derzeit tiefgreifende persönliche Veränderungen statt.
Die Auswirkungen dieser Veränderungen können unter anderem den Arbeitsplatz, die Beziehungsebene oder auch den Wohnort betreffen.
Wir werden auf einen neuen Platz gerufen.

Es liegt an uns ob wir diesem Ruf folgen, jedoch wird es immer schwerer diesen Ruf nicht wahrzunehmen oder sich ihm gar entgegenzustellen.

Alte Strukturen die unter anderem durchaus auch hilfreich und dienlich waren und oftmals als eine Art „Überbrückung“ dienten, lösen sich nun mehr und mehr auf.
Die Beschleunigung der Prozesse schreitet voran.
Damit einhergehend findet auch eine Verfeinerung unserer Wahrnehmung statt, die wir auch dadurch unterstützen können, indem wir uns immer wieder Zeit für Stille und klare Beobachtung nehmen.

Das Wahrnehmen dessen was ist und wie es ist führt zu Einsicht und Verstehen und damit zu Gewahrsein.

Gewahrsein lässt sich niemals willentlich erzeugen, wird jedoch da ins Dasein geboren wo der Geist absichtslos und gleichsam aufmerksam betrachten kann was ist.
Im Zuhören das keine Interpretation in sich trägt, liegt die Qualität eines lernenden Geistes.
Erst dadurch können wir unsere Muster, Reaktionen und Konditionierungen wirklich erkennen und dadurch wahren Wandel bewirken.

Es gibt keinen anderen Weg als sich dem Tatsächlichen zu stellen, darüber zu lernen und dadurch darüber hinauszugelangen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Aspekte wie Energiearbeit oder auch Visualisierungen nicht auch wirksam sind, jedoch sind wir auch hier dazu aufgerufen die Ebenen nicht zu verwechseln und differenzieren zu lernen.
Energiearbeit kann eine wunderbare Hilfe sein und manches Mal wahre Wunder bewirken, sie kann uns jedoch nicht die „Arbeit an uns selbst“ abnehmen, sie jedoch hier und da erleichtern, insbesondere auch wenn es um Fremdenergien, alte Abdrücke oder auch Elementale geht.
Energiearbeit ist jedoch nicht der Weg hin zu wahrer Freiheit, dies muss klar sein, da wir ansonsten auf dieser Ebene stecken bleiben und uns immer wieder wundern warum wir scheinbar nicht vorankommen.


Wahre Freiheit kann nur durch Selbst-Verstehen erblühen.

Wirksame Visualisierungen enstehen spontan aus dem Inneren der Seele wenn das Herz von Altlasten befreit und der Geist geklärt ist.
Da wo wir uns willentlich bemühen erzeugen wir jedoch Widerstand und Reibung, was stets mit einem Energieverlust, Ermüdung und Erschöpfung einhergeht.
Erst durch das Erkennen wie der Geist funktioniert kann wirkliche Harmonie sein. Dazu gehört es auch die Struktur des ichbezogenen Denkens mehr und mehr zu erkennen und mit all den damit verbundenen Implikationen und Konsequenzen verstehen zu lernen.

Diese Art von Erkennen kann nur im Moment sein und geht stets mit dem Gewahrsein für das was ist einher.


Mit dem Leben zu sein geht mit der Fähigkeit einher mit dem zu sein was ist und gleichsam zu erkennen worauf wir Einfluss haben und worauf nicht.
Solange wir das was ist bewerten oder auch interpretieren, trennen wir uns von der ursprünglichen Verbindung zum Leben.
Interpretation geht mit der Suche nach Bedeutung und Sicherheit einher.
Der Geist interpretiert um einordnen zu können, es sodann mit bereits Bekanntem zu vergleichen und sich dadurch vermeintlich sicher fühlen zu können.
Wenn wir auf diese Weise dem Leben und unseren Beziehungen begegnen, schneiden wir uns vom unmittelbarem Erleben und damit einhergehenden wirklichem Verstehen ab.

Das Symbol des gleichschenkligen Kreuzes
kann uns dabei auf etwas Wichtiges aufmerksam machen:

Auf der horizontalen Ebene in der uns stets auch Begrenztheit, Linearität, Wissen, Einteilung und Bemessung begegnen, müssen wir vergleichen, einordnen, bewerten und lernen ebenso durch Erfahrung in Form von abgespeichertem Wissen, das wir in ähnlichen Situationen zurate ziehen oder auch erweitern können.
Wenn wir diese „horizontale Ebene“ jedoch auch auf die vertikale Ebene übersetzen, projizieren wir Begrenzung, Bemessung, Einteilung und Kategorien auf das was zeitlos, namenlos und wirklich, im Sinn von ursprünglich wirksam ist.
In diesem "Denk-Modus" halten wir auch Liebe für quantifizierbar.

Die Vertikale hat Einfluss auf die Horizontale, die Horizontale jedoch nicht auf die Vertikale und aus dem was zeitlos ist, entspringt gleichsam harmonieschaffende Intelligenz.
Diese ursprüngliche Kraft und Quelle allen Seins liegt weder im Bereich der Bemessung, noch im Bereich von Gut und Schlecht.
Es bedarf dieser ursprünglichen Quelle um wahrhaft individuell zu sein und in unsere Ganzheit zurückfinden zu können.

Es liegt an uns in uns Raum für diese Kraft zu schaffen.

Niemand anderer kann dies für uns tun, Raum entsteht durch Einsicht und Verstehen im Moment, dadurch dass wir unserer Programme, Muster und Prägungen gewahr werden, so dass Raum ensteht und dadurch das wahre Sein erblühen kann.
Es geht um die eigene Antworten auf das Leben, nicht um die Antworten anderer und dadurch selbst zur gelebten Antwort zu werden.
Antworten können wir nur, indem wir zuhören.
Nur wenn wir uns trauen dem Leben unmittelbar zu begegnen, können wir wirkliche Originale, aus dem Ursprünglichen heraus wirksam sein.
In der ursprünglichen Verbindung, die nur jeder Einzelne in sich und durch Verstehen entdecken kann, sind wir gleichsam auf die Energie-Ebenen ausgerichtet die für uns relevant und wichtig sind.
In dieser Unmittelbarkeit finden wir in unsere innere und gleichsam zu unserer angestammten Geistigen Führung, die uns niemals verlassen hat.
Daher ist Achtsamkeit essentiell.

Leben trägt stets das Unbekannte in sich.

Je mehr wir uns darauf einlassen können, desto lebendiger wird unser Da-Sein.
Unsere ursprüngliche Verbindung kann nur dadurch gefunden werden, dass wir stets mit dem beginnen was ist, dem Tatsächlichen begegnen.
Unsere Empfindungen, Eindrücke, Gefühle, Gedanken, Interpretationen wahrzunehmen ohne daran anzuhaften und dahinterzublicken, führt uns mehr und mehr zurück zu unserem wahren Sein und damit auch zurück in die Befähigung Energien bewusst lenken zu können.
Wenn wir jedoch zuerst das was ist negieren oder bekämpfen, um etwas vermeintlich besseres zu kreieren, erzeugen wir unweigerlich Konflikt.

Freiheit wird niemals durch den Willen hervorgebracht, sie erblüht wo Verstehen ist.

Dies ist es wohin uns das Leben führen möchte und gerade in dieser Zeit lohnt es sich den inneren Impulsen zu vertrauen und neue Ebenen zu betreten.
Leben strebt stets nach Harmonie und Ausgleich.
Wir müssen nicht den dritten oder vierten Schritt vor dem ersten kennen.
Der erste Schritt ist stets nur im Moment gehbar und trägt bereits den nächsten Schritt in sich.
Ein Schritt nach dem anderen.

Leben ist ein Prozess - lebendig, beweglich, dynamisch, veränderlich.

 

Sicherheit wird nicht in Schablonen gefunden, sondern in der ursprünglichen Verbindung zum Leben und damit einhergehend auch stets Freude und die Fähigkeit zu lieben.
Das Lied des Lebens kann nicht auswendig gelernt werden, es erklingt immer wieder neu und sowenig wie man Klang einfangen kann, sowenig lässt sich Leben, das Tao, begreifen.

 


Thomas - Sai

© Thomas Tobias Saumweber

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