Gedanken zur Zeit
Thomas am 17.Juli 2019

 


Es ist eine enorme Beschleunigung der Wandlungsprozesse wahrnehmbar, was sich auch auf das allgemeine Zeitgefühl auswirken kann und ebenso dem physischen Organismus etwas zu schaffen macht.
Es fällt uns schwer linear zu denken, stattdessen nehmen wir intuitiv immer mehr die Gleich-Zeitigkeit aller Geschehnisse im Hier und Jetzt wahr.

Wir werden uns der holographischen Natur der Dinge gewahr.

In diesen Übergangsprozessen kann es dadurch auch zu einer vorübergehenden gefühlten Orientierungslosigkeit oder auch zu Schwindelgefühlen kommen.
Das Gehirn unterliegt einer Art Neu-Konfigurierung könnte man sagen, was mit dem Verlassen des alten Paradigmas eines mechanischen Weltbildes zu tun hat.
Körperlich wirkt sich dies zudem auf die Nerven, den Atem oder auch einen erhöhten Puls aus.
Mehr und mehr erwacht das Gewahrsein darüber, dass alles Energie ist, dass es an sich keine geschlossenen Systeme gibt, alles in gegenseitiger Wechselwirkung zueinander besteht und wir in Wahrheit ein Organismus sind – verbunden über und durch das Netz des Lebens.

Der Geist versucht seiner Konditionierung gemäß jedoch immer noch auf seine „eigene Weise“ Sicherheit zu finden.


Dies geschieht allen voran durch den Versuch der geistigen Festlegung, da der konditionierte Geist glaubt darin Sicherheit und Kontinuität finden zu können.
Festlegung kann auf vielerlei Weise geschehen, stets geht es jedoch dabei um eine Art von gedanklicher Anhaftung in Form von Überzeugungen oder Vorstellungen.
Anstatt den Faktor „Unsicherheit“ wahrhaft zulassen und annehmen zu können, ist die Suche nach einer Form von Kontinuität einer der grundlegenden Faktoren für Anhaftung an sich, die uns vom unmittelbaren Er-Leben immer wieder abtrennt.
Dies gleicht dem Versuch sich immer wieder am Ufer eines Flusses festhalten zu wollen, anstatt mit dem Fluss zu sein und darauf zu vertrauen, dass wir unsere Ruhephasen erhalten werden und geführt sind.

„Anhaftung“ an sich zu verurteilen oder das Bestreben Anhaftung auflösen zu wollen, ist dabei nur eine weitere Form des Widerstandes.

Nur indem wir aufmerksam und lernend bleiben, können wir die Neigung zu Anhaftung und damit verbundene Konsequenzen im Moment erkennen und diese dadurch hinter uns lassen.
Wir können nicht frei sein, indem wir Anhaftung verleugnen, sondern dadurch dass wir die Struktur des selbsterschaffenen Gefängnisses verstehen lernen.
Da wo „Ich-Bezogenheit“ und das damit verbundene „Eigen-Interesse“ ist, beschränkt sich der Geist selbst und schafft zudem inneren Zwiespalt durch „eigene Ambitionen“ und den damit zusammenhängenden inneren Ehrgeiz.
Erst dadurch dass wir die Struktur dieses „Ich´s“, das die Essenz des geistigen Gefängnisses ist, verstehen lernen, können wir uns davon befreien.
Das Ich, der zentrale Kern der Anhaftung, ist stets bestrebt etwas zu werden was es noch nicht ist, bestrebt etwas zu erreichen.

Diese Konditionierung „etwas zu erreichen und zu werden“ sitzt sehr tief und wurde über viele Generationen verfestigt.


Anstatt mit den Dingen zu sein, im Moment zu lernen und aus dem Verstehen heraus natürlich zu erblühen, jagen wir oftmals noch einer Zukunft hinterher die niemals geschehen kann, solange wir uns im Hier und Jetzt nicht selbst erkennen und verstehen lernen.
Das Gesetz der Resonanz das durchaus seinen Platz und seine Berechtigung hat, impliziert gleichsam das Gesetz der inneren Entsprechung zu dem was ist.

Unsere gesamte Jetzt-Situation ist Ausdruck unserer Geisteshaltung, im Kleinen wie im Großen.

Dadurch, dass wir mit den Umständen hadern, anstatt darüber zu lernen und sie als Spiegelung unserer Innenwelt zu erkennen, verharren wir im Widerstand und haben dadurch auch sehr wenig schöpferischen Spielraum.
Solange der Geist in welcher Form auch immer nach Autorität verlangt um sich sicher fühlen zu können, werden wir autoritäre Systeme auch auf kollektiver Ebene erfahren.
Chaos, innere Unruhe, Verwirrung und Unordnung bedürfen eines ruhigen Geistes, nicht die ständige geistige Intervention, was das Bestreben etwas zu werden oder auch ständiges Interpretieren der Umstände ist.
Wenn wir uns verlaufen haben, ist es gut innezuhalten um sich orientieren zu können, um sodann den inneren Impulsen folgen zu können.

Interpretation führt stets in den Kopf.

Im Moment der Interpretation trennen wir uns vom lebendigen Da-Sein und glauben zudem, dass wir durch irgendeine Art von Erklärung oder Schlussfolgerung wirkliches Verstehen erlangen und Heilung erfahren werden, was niemals der Fall sein wird.
Keine Erklärung und keine Schlussfolgerung dieser Welt kann wirkliches Verstehen, Heilung und Ganzwerdung hervorbringen.

Intellektuelles Verstehen unserer Prozesse ist vielmehr ein Nebenprodukt das sich erst mit der Integration und Reflektion einstellt, niemals jedoch am Anfang steht oder an sich zur Befreiung führt.

 

Es ist eine Zeit in der wir von universellen, kosmischen Kräften unterstützt werden das alte Paradigma eines mechanischen Weltbildes hinter uns zu lassen.
Wir haben die trennende , analysierende, mechanische, fragmentierte Wahrnehmung auf das Leben, die „geistig-spirituellen Ebene“ projiziert und versuchen dadurch Leben zu verstehen, Sicherheit und Garantieren zu finden und es ist dieser Vorgang der uns immer wieder vom Leben trennt.

Leben ist ein lebendiger Prozess und genausowenig wie das Wetter gänzlich berechenbar.

Wir können im Hier und Jetzt zukünftige Tendenzen wahrnehmen, niemals jedoch das Leben an sich berechnen oder gar intellektuell begreifen.

Das was auf mechanischen Gesetzmäßigkeiten beruht, bezieht sich stets auf die kreierte Realität wie sie uns auf dieser Ebene begegnet und ist damit verbunden, doch niemals mit dem Leben, dem Tao an sich.

Daher hat Mechanik und darauf basierende Analyse seinen Platz, doch Leben und Sein kann dadurch niemals gänzlich verstanden werden.

Erst wenn wir uns wieder auf die Lebendigkeit des Lebens, die stets von Bewegung, Veränderlichkeit, Wandlung und Erneuerung durchdrungen ist, einlassen, sind wir auch gleichsam mit der kosmischen Intelligenz aller Dinge verbunden, die uns auf ganz natürliche Weise zurück in die Ganzheit, Harmonie und Fülle führt.


Mögen wir lernen uns auf das Leben wieder einzulassen, so wie es wirklich ist.

Herzliche Grüße,

Thomas - Sai


 

© Thomas Tobias Saumweber

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